Drogen

Aufklären statt verteufeln, helfen statt bestrafen

1) Legalisierung von Cannabis:
Die Gesundheitsgefährdung und Abhängigkeitsgefahr sind bei diesen weichen Drogen weit geringer als bei Alkohol oder Nikotin.
Dennoch gilt bei Kiffen, wer selbst nur ein paar Gramm bei sich hat, dem droht der Führerscheinentzug oder eine MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung).
Hier spielt keine Rolle ob man gerade im Auto saß, oder im Park, etc. Der Lappen ist also weg, obwohl überhaupt kein Drogeneinfluss nachgezeichnet werden kann, allein der Besitz reicht schon aus.

2) Die Freiheit des Einzelnen als oberste Maxime:
Jeder Mensch soll selbst entscheiden, ob er für sich selbst den Drogenkonsum verantworten kann - solange keine Gefährdung gegenüber Außenstehenden vorliegt oder eine starke Gesundheitsgefährdung.
Es gehört zur persönlichen Freiheit, darüber zu entscheiden, jedoch muss der Staat sowohl weiter intensiv die Suchtprävention unterstützen als auch den Drogenentzug Abhängiger fördern.
Oberstes Ziel der Drogenpolitik bleibt die Heilung aus der Sucht und Bekämpfung der Kriminalität!

3) Harte Drogen
Im Bereich der harten Drogen müssen endlich neue Wege der Drogenbekämpfung eingeschlagen werden:

Drogensüchtige sterben nicht primär an der Drogenabhängigkeit an sich, körperlicher Verfall und Drogentod sind in Wahrheit die schrecklichen Folgen von Beschaffungsstress, unreinem Stoff und unkontrollierbarer, ständig wechselnder Dosierung.
Die tägliche Sucht nach neuem Stoff zwingt die Drogenabhängigen in die Kriminalität.
Wir müssen diese Leute aus diesem Teufelskreis herausholen und ihnen Perspektiven geben. Ideologische Sturheit hilft den Betroffenen nicht!

4) Fixerstuben
Unreiner Stoff und dreckige Nadeln: Die menschenverachtenden Umstände in die ein Drogenabhängiger gerät müssen endlich beseitigt werden.
Die Fixerstuben sind der erste Weg. Drogenkranke können sich hier unter hygienischen Umständen mit sauberem Besteck injizieren.
Die benützten Nadeln landen nicht mehr in Parks und Kinderspielplätzen.
Fixerstuben sind auch eine Schnittstelle mit Streetworkern und Therapeuten.

5) Abgabe von Heroin unter ärztlicher Aufsicht
Wir JuLis fordern die kontrollierte Abgabe von Heroin unter ärztlicher Aufsicht durch staatlich autorisierte Stellen.
So wird der Teufelskreis aus Abhängigkeit und Beschaffungskriminalität durchbrochen, der Süchtige begibt sich in ärztliche Behandlung und kann in Therapie- und Resozialisierungsprogramme integriert werden. Aber vor allem gelingt eines:

Dem organisierten Drogenhandel wird die Grundlage entzogen, der unreine Stoff verschwindet. Der Süchtige ist so fast in der Lage ein "normales" Leben wieder aufzunehmen und kann so wieder in die Gesellschaft integriert werden.
Sucht wird endlich als das angesehen, was sie ist: eine Krankheit, der nur mit fachärztlicher Hilfe und Therapie begegnet werden kann. Die Schweiz hat hier bahnbrechende Erfolge erzielt.

6) Prävention
Diese muss vor allem an Schulen und Jugendzentren verbessert werden. Eine detaillierte Kenntnis über Drogen und ihre Wirkung ist ein wesentlicher Schritt, dass Jugendliche erst gar nicht in Kontakt mit Drogen kommen.